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im fränkischen Jura

Die gut erhaltene Burg Hartenstein oberhalb des nördlichen Pegnitztals gelegen, bietet einen herrlichen Rundumblick über die fränkische Juralandschaft.
Geschichtlicher Hintergrund Die Burg Hartenstein wurde vermutlich um 1250 von den Reichsministerialen von Neidstein errichtet. Erstmals erwähnt wird sie 1268 in einer Stiftungsurkunde des Ruprecht von Hartenstein-Neidstein. Nach dem Aussterben des Geschlechts um 1323 fiel die Burg an die Schenken von Reicheneck, die hier 1325 vergeblich von der Reichsstadt Nürnberg belagert wurde. 1329 wurde sie den Pfalzgrafen bei Rhein überlassen. Daraufhin war Hartenstein Sitz eines pfälzischen, später böhmischen Pflegeamtes. 1503 wurde die Burg an Ludwig von Eyb verkauft. Dieser bedeutende Hartensteiner Burgherr war oberster Feldhauptmann des Kurfürsten in der Oberen Pfalz und nebenbei auch Schriftsteller. Er verfasste um 1507 sein Buch "Geschichten und Taten des Wiwolt von Schaumberg", eine wichtige Quelle zur Geschichte des deutschen Rittertums. Nach dem Tod des Hofmeisters Ludwig von Eyb ging die Burg im Jahre 1521 an den gleichnamigen Sohn über. Dieser verkaufte die Burg bereits 1530 wieder an die Pfalz zurück. Die schwierige Finanzlage des Pfalzgrafen Friedrich II führte dazu, dass man die Burg 1541 an den Nürnberger Bergbauunternehmer Hans Buchner verpfändete. Nach dessen Tod gaben dessen Erben das Pfand an die Kurpfalz zurück. Im Jahr 1551 richtet man wieder ein pfälzisches Pflegeamt ein, das 1620 vom bayerischen Herzog annektiert wurde. Für die seit dem 30-jährigen Krieg auf der Burg untergebrachte bayerische Garnison wurde das heutige Ausstellungsgebäude, einst Lagerhaus, 1674/75 zur Kaserne umgebaut. Im spanischen Erbfolgekrieg wurd die Feste 1703 unter dramatischen Umständen von den kaiserlichen Truppen eingenommen. Die Türme und Basteien wurden gesprengt. Dabei erlitten auch die Wohn- und Amtsgebäude Schäden, die nur zum Teil beseitigt wurden. Bis etwa 1808 wurden die Gebäude der unteren und oberen Burg weitgehend abgebrochen. Erhalten blieb lediglich die so genannte Kaserne, die an den letzten Pfleger Johann Michael Fischer verkauft wurde. Nach dessen Konkurs 1818 erfolgte die Zwangsversteigerung und bald darauf die Einrichtung von Arme-Leute-Quartieren. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb der Diplomat Dr. Hans Anna Haunhorst die Burganlage. Seine Nachfahren haben sie 2003 an die Gemeinde Hartenstein verkauft in dessen Besitz sie heute noch ist.
Unser Dank geht an Herrn Giersch vom Freundeskreis Burg Hartenstein e.V. der uns die historischen Infos zur Verfügung gestellt hat.
Die Burg heute: Im Hauptgebäude wurde im Jahre 2009 von dem Freundeskreis Burg Hartenstein e.V. eine Ausstellung zur Geschichte des Rittertums in Franken geschaffen. Für Touristen bietet das neue Burgrestaurant Touchè eine gemütliche Einkehr als Entschädigung für den steilen Aufstieg. Der sehr schön angelegte Biergarten und der Rittersaal für Events werten die heimische Gastronomie auf.

Adresse: Burg Hartenstein Burg 1 91235 Hartenstein
Für Besucher der Ausstellung: Kontakt-Telefon: 09152-9282197 Web: www.ritterhartenstein.de Preise: Erwachsene 4 Euro / Kinder 6-18 Jahre 2 Euro / Kinder unter 6 Jahren frei
Für Besucher des Restaurants: Kontakt-Telefon: 09152-921678 Web: www.restaurant-touche.de Special: Festlichkeiten, Trauungen und Hochzeitsfeiern im eleganten historischen Ambiente
Stand: 2010 |